Alleine verreisen

Alleine verreisen- Abenteuer oder Albtraum?

Aus irgendeinem Grund komme ich immer wieder mit Menschen in Berührung, die überlegen alleine zu reisen oder alleine verreist sind.
Die Gespräche verlaufen oft ähnlich. Wir reden darüber, wozu diese Reise dienen soll oder sollte, stellen fest, dass der Anfang gar nicht so einfach ist/war und überlegen, was es uns bringen kann oder wirklich gebracht hat.

Ich für meinen Teil, habe mir dieses Jahr einen Traum erfüllt:

Ich bin alleine verreist.

In meinem Fall, meine ich wirklich alleine. Ich habe es geschafft, Wochenlang mich zu beschäftigen, alle Erkundungen und Wünsche mir zu erfüllen, ohne andere mir bekannte Menschen dabei zu haben.

Und für mich am wichtigsten, mir ist es gelungen, mit mir und meinen Gedanken, Gefühlen und Erinnerungen alleine klar zu kommen.

Ich muss trotzdem zugeben, nach einiger Zeit brauchte ich wirklich Freunde zum Gedankenaustausch. 2 Stunden am Tag mit Ihnen zu telefonieren, haben mir aber nicht das Leben wie zu Hause ersetzt.

Warum? Weil ich mir einfach so viel Zeit für mich genommen habe wie ich es eben gebraucht hatte. Es blieben auch die restlichen Stunden am Tag an denen ich mit mir alleine war.
Morgens aufzustehen und nicht wissen zu müssen, was ich heute machen mag, das war wie Urlaub von mir selbst und ist, meiner Meinung nach nur möglich, wenn man alleine verreist.

Durch mein Experiment, durfte ich mich besser kennenlernen und ich habe, die ein oder andere Sache an mir gefunden, die mir gar nicht bewusst war und auch nicht so unbedingt gefällt. Z.B. dachte ich nicht, dass sich meine Laune in Abhängigkeit zu meinen Zyklus verändert. Es ist jetzt nicht so, dass mir meine Partner dieses nicht gespiegelt haben. Es ist eher so, dass ich das nicht wahrhaben wollte.
Wie ihr merkt, war die Reise auch eine Reise näher zu mir und eine großartige Sache, die ich bestimmt wiederholen werde. Allerdings nur, wenn ich wieder mutig genug bin!

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