Halbdistanz Triathlon Kulisse Zell am See

Ironman 70.3 Zell am See

Ein schöner Triathlon Wettkampf am Zeller See

Jedes Jahr suche ich mir einen Wettkampf aus, bei dem ich noch nicht am Start gewesen bin. Dieses Mal ist die Wahl auf Zell am See in Österreich gefallen. Ein sehr idyllischer Ort, den ich bis jetzt nur von der winterlichen Seite her kannte, dem snowboarden und nicht vom Triathlon.

Die Anreise zum Ironman 70.3 Zell am See ist leider sehr lang gewesen. Wir haben über 10 Stunden insgesamt für die 800 Km gebraucht. Die ersten 600 Km liefen noch super, aber in Österreich ging es etwas langsamer voran. Die Bergstrassen sind nicht so gut ausgebaut und die Geschwindigkeitsbegrenzungen ließen die Strecke gefühlt länger werden.

Ich muss sagen, dass dafür die Gegend einen Besuch wert ist. Der See, welcher von Bergen umgeben ist, bietet eine außergewöhnliche Kulisse für ein Triathlonrennen wie dem Ironman 70.3.
Ab dem Augenblick, als ich die Berglandschaft sah, war es mir klar, dass die Radstrecke nicht die einfachste sein wird.

Zum Wettkampf Ironman 70.3 Zell am See:

Die Expo war sehr groß, die Pasta Party mit ihren Moderatoren sehr gut gestaltet und es gab sogar richtige Teller und Besteck bei dem Welcome-Dinner. Das wurde glaube ich mindestens 3x von den Moderatoren extra betont 🙂

Das Einchecken:

Der CheckIn war sehr leicht. Allerdings gabe es leichte Schwierigkeiten an meiner Gangschaltung und deshalb musste ich doch noch den Bikeservice in Anspruch nehmen. Der nette Junge versuchte meine Schaltung wieder in Gang zu kriegen, merkte leider nicht, dass nur die Stellschraube nicht richtig drin war. Unerfreulicherweise nahm dieser meiner gesamte Schaltung auseinander, stellte diese provisorisch ein und entließ mich mit den Worten „das hält schon“. Zum Glück hat es während des Triathlons tatsächlich gehalten.

Der Abend vor dem Wettkampf:

Es ist ja bekannt, dass das Wetter in den Bergen recht schnell switchen kann. Das war auch bei uns der Fall. Um 20Uhr wurde es auf einmal richtig dunkel, starke Windböen kamen auf und es fing stark an zu regnen. Ich hatte schon etwas Angst um die Räder, die in der Wechselzone standen. Doch, wie wir am nächsten Tag mitbekamen, ist der Sturm gerade an der Wechselzone vorbeigezogen.

Der Ironman 70.3 Zell am See:

Da wir unser Hotel direkt in der Nähe der Wechselzone hatten, 10 Min. zu Fuß erreichbar, konnten wir noch in Ruhe frühstücken und uns spät auf den Weg machen. Der Start war erst um 10Uhr. Was auc hrecht ungewöhnlich ist.

Von dem hiesigen Schwimmbad ging es mit einem Rollenden Start in den See. Wie schon oben erwähnt, konnten wir die 1,9 Km eine schöne Kulisse genießen.

Schwimmkurs- Ironamn 70.3

Der Kurs war sehr einfach. Einmal raus schwimmen, drehen und zurück. 1,9 Km ohne Strömung oder Wellen waren auch mal ganz angenehm.

Radstrecke- Ironman 70.3

Die Radstrecke ist sehr beeindruckend gewesen. Die Landschaft ist super schön und jeder kann das Rennen richtig geniessen.
Auf jeden Fall bis zu der hammer Steigung, welche zwar nur 2 Km andauert, aber auch alles von einem abverlangt. Knappe 16% Steigung.

Ich habe noch nie so viele Triathleten das Bike schieben gesehen…

Mit knapp 7km/h habe ich mich selber dort hochgekämpft und das war gerade mal an Kilometer 30 von 90.

Laufstrecke:

Die Laufstrecke vom Ironman 70.3 war zwar sehr nett am See entlang verlaufend, leider jedoch mit ein paar Steigungen. Diese machten dem ein oder anderen richtig zu schaffen. Hier musste ich tatsächlich auch zwischendurch aufs gehen umsteigen.

Das Wetter:

Der Tag am Ironman 70.3 war sehr sonnig gewesen, leider hat es zum Ende hin stark angefangen zu regnen. Ich konnte mich noch vor dem wetterumschwung ins Ziel retten.

Rennabbruch Ironman 70.3:

Auch wenn es vielleicht nur 20 Min waren, musste das Rennen als erstes in der Geschichte unterbrochen werden. Sicherheit geht eben vor! Im nachhinein muss man sagen, dass leider alle Triathleten, die noch auf der Strecke waren und wegen der Unterbrechung eine Pause einlegen mussten, nicht mehr in die allgemeine Wertung miteinbezogen wurden. Was soviel heißen soll, dass jeder ein „Did not Finish“ bekam. Für viele Triathleten, wie auch für meine Freundin, die den All World Triathlet Status verbessern wollte, war es natürlich sehr schlecht. Keine Punkte, für ein gefinishtes Rennen. (Als Entschädigung dafür, gab es vom Veranstalter einen Rabatt von 10% auf ausgesuchte Rennen) Hier hat sich der Ironman Veranstalter keine großen Gedanken gemacht, dass es von vielen der Athleten vielleicht das letzte Rennen für dieses Jahr sein könnte und nicht jeder kann von einem Ironman 70.3 zum nächsten fährt.
Trotz vieler Beschwerden wurde keine andere Lösung seitens des Veranstalters angeboten.

Fazit zum Ironman 70.3 Zell am See:

Der Triathlon an sich, ist sehr schön und Zell am See ist nicht nur wegen des Wettkampfes einen Besuch wert.

Meine Meinung zum Veranstalter Ironman: Was die Ironman Rennen angeht, bin ich da leider etwas enttäuscht. Die Rennen werden immer teurer, der Service lässt nach und die Rucksäcke die jeder bekommt, werden leider immer minderwertiger von der Qualität. Ich stellte mir langsam die Frage, ob es sich lohnen würde auf die Challenge Wettkämpfe wieder um zu steigen. Dies werde ich aber erst bei meinem nächsten Rennen in Paquera (Mallorca) feststellen können, da ich dort bei einem Challenge Rennen an den Start gehe.

Zum Ende mein Ergebnis:
Schwimmen 41:54min
Radfahren 2:49:46 Stunden
Laufen 1:58:36 Stunden

Gesamtzeit 5:41:38 Stunden
Platzierung gesamt 916, Altersklasse 40-44 bei 137.

Ich bin gespannt auf die Saison 2018.

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