Organspende Ausweis deine Verantwortung

Seit Jahren ist es möglich selbst darüber zu entscheiden,  ob man nach seinem Ableben seine Organe spendet oder eben nicht.

Als ich vor ca. 10 Jahren erfuhr, dass man Organspende selbst entscheiden darf, stand für mich fest, ich werde spenden und anderen ermöglichen weiter zu leben. Meine Gedanken drehten sich damals darum,  dass unser Körper eine Leihgabe ist und wir diesen nicht im wirklichen Sinne besitzen. Deshalb war klar, dass ich nicht über meine Organe verfügen sollte und damit Organspender werde.
Wieso ich zum Umdenken kam, war ein Gespräch was Wochen zurück liegt und welches mich sehr bewegte. Wie öfter im Leben habe ich dieses Gespräch und die daraus entstandenen Zweifel allerdings gekonnt verdrängt. Auf einer längeren Autofahrt heute jedoch erinnerte ich mich wieder daran und gab den Gedanken endlich Raum.

Wer sagt, dass der Mensch dem ich helfe auch wirklich Hilfe erhält,  wenn er meine Organe erhält?

Vielleicht war es ja so gedacht,  dass sein Leben an dem Punkt vorbei seien sollte.(ohne mir darüber eine wirkliche Meinung zu bilden, da ich glaube,  dass ich das große Ganze nicht erfassen kann)

Ist es wirklich der Mensch, der in einer lebensbedrohlichen Situation die Entscheidung auch trifft, Organe zu erhalten?

Ihr merkt vielleicht auch, dass das Thema Organspende ja oder nein, nicht so einfach zu beantworten ist.

Eine zweite Sachen kam in dem Gespräch allerdings noch hinzu und zwar, dass der Organempfänger Lebensthemen, Macken, Angewohnheiten und damit einen Teil der Seele des verstorbenen außerdem bekommt. Es wurde festgestellt, dass bei vielen sich die Psyche danach verändert und manche Menschen sich wie ein Fremder im eigenen Körper fühlen oder gar als ob zwei Seelen in ihnen von nun an wohnen würden.

Wenn Ihr Euch jetzt fragt was damit gemeint ist, hier ein paar Beispiele:

Ein Patient hat berichtet, dass er nach der Transplantation und dem Empfang der Organspende von der Liebe zu Mozartmusik zu Rock gewechselt ist. Ein anderer Berichtet, dass seine Frau ihn des öfteren nicht wieder erkennt und nach Rücksprache mit der Ehefrau des verstorbenen, sind die neuen Angewohnheiten und Vorlieben, genau die Gleichen die des verstorbenen. Ist das nicht irgendwie gruselig?

Bei mir kommt bei dem Gedanken ein Unwohlsein hoch und ich tendiere heute dazu zu sagen, mein Organspende Ausweis wird beinhalten, nach 10 Jahren der Zustimmung, eine Ablehnung. 

Wie immer ihr Euch entscheidet und was immer Eure Entscheidung beeinflusst, bitte trefft eine Entscheidung. Es ist Euer Leben und Eure Entscheidung!

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